Fotografie Fotojahresprojekt

Januar: Belichtungszeit 1/6s

Das obige Foto ist allerdings mit 6s Belichtungszeit aus dem fahrenden Auto vom Beifahrersitz aus fotografiert worden und dient nur als Aufhänger.



Die Aufgabenstellung für diesen Monat:
Ich erstelle vier Fotos mit einer Belichtungszeit von 1/6s.

Zum freihändigen Fotografieren eigentlich zu lange. Unschärfe wird in irgendeiner Form entstehen.

Was in 1/6s alles passiert

  • ein Fußgänger mit ca. 4 km/h Geschwindigkeit bewegt sich ca. 19cm weiter
  • ein Fahrradfahrer mit etwa 20km/h Fahrgeschwindigkeit kommt schon fast 93cm weiter.
  • Ein Auto mit 160km/h fährt in 1/6 s 7,4 m.
  • Die Erde dreht sich in dieser Zeit 77m weiter
  • Im Kino flimmern zwischen 4 und 8 Bildern über die Leinwand
  • Licht kommt in dieser Zeit immer noch fast 50000 km weit.

Ich habe mich ja entschieden jeweils eines der vier Fotos pro Monat mit dem Iphone zu realisieren, in einem komplett mobilen Workflow sozusagen.

Die dafür verwendete Kamera-App heißt ProCamera, nötige Nachbearbeitungen passieren in Snapseed.

Nach zwei Tagen mit dieser CameraApp hab ich festgestellt: Sie eignet wirklich zum Fotografieren. Ich kann die ISO und die Belichtungszeit einstellen, die Blende leider nicht. Da die in der Monatschallenge geforderte Belichtungszeit 1/6s ist, fällt doch recht viel Licht aus den Sensor. Das lässt sich zwar mit ISO 20 kompensieren, aber bei Sonnenschein ist es immer noch zu viel Licht. Abblenden geht leider nicht – zumindest hab ich den Weg noch nicht gefunden. Das ist der Grund, warum meine bisherigen 1/6s-Smartphonephotos indoor mit Kunstlicht entstanden sind. Bei nächster Gelegenheit halte ich mal einen ND-Filter vor die Iphonelinse. Sieht zwar nicht cool aus ist aber egal wenn es zu einem besseren Foto führt.

Zu sehen sind die Photos auf meinem Instagramaccount.

Das Thema shutterspeed 1/6s mit IPhone habe ich jetzt erstmal abgeschlossen. Jetzt geht es mit der Spiegellosen NEX 6 weiter. Da bei einer „richtigen“ Kamera auch die Blende einstellbar ist, ergeben sich jetzt einige Möglichkeiten mehr, da jetzt das Tageslicht kein Hinderungsgrund mehr ist.

Die Bewegunseffekte bei dieser Vierercollage entstanden durch das Bewegen des Iphones und haben bei der geforderten 1/6s natürlich auch zu Bewegungsunschärfen geführt. Wobei das Foto links oben durch rasche Annäherung an die Flaschen entstand. Das zweite und dritte Foto ist die Folge einer schnellen Vertikalbewegug und beim vierten Bild hab ich das Handy leicht „gekreiselt“.

Hier hab ich Thomas Manns gesammelte Erzählungen mit einem Fön bearbeitet, und das Umblättern der Seiten durch die Belichtungszeit von 1/6s sichtbar machen können.

Heute 19.1.19 hab ich das Thema mal mit der NEX 6 durchgespielt. Bewegung rund um Kaffee. Das Kaffeemahlen war recht einfach in der Steuerung. Bei den hüpfenden Kaffeebohnen hatte ich deutlich mehr Probleme, da die „Hüpfgeschwindigkeit nicht steuerbar war. Ich hab es mit vorsichtigem Schütten, mit stärkerem und schwächerem Schütteln probiert und habe mir da gewünscht, ich hätte einen stufenlos einstellbaren Rüttler – aber das Leben ist keine Ponyhof 😉 . Abschließend stelle ich fest, dass viele Bewegungen (auch im Kleinen) für 1/6s fast zu schnell sind.


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