30-Tage-Projekt

Bilderflut

Knapp 28000 Fotos tummeln sich auf meiner Festplatte. In meiner ICloud sind es nochmal ca. 3000 Fotos. 


„12 gute Fotos im Jahr sind eine gute Ausbeute !“

Ansel Adams (1902 -1984)

Wenn ich mal eben kurz nachrechne:
Seit 2002 fotografiere ich digital. Nach der Regel von Ansel Adams dürfte ich demnach knapp 17 * 12 = 204 Fotos aufbewahren, die sich als meine guten herauskristallisiert haben.

Bin ich nun besser als Ansel Adams, weil ich mehr meiner Bilder als  aufbewahrenswert erachte, oder bin ich nur weniger kritisch. Ohne Frage ist natürlich Möglichkeit zwei die Richtige. 

Jetzt könnte man meinen, im Netz findet sich zu jeder Fragestellung die passende Lösung. Gut, vielleicht stimmt ja was mit meiner Suchstrategie nicht, aber leider bin ich zu dieser Thematik nicht so richtig fündig geworden. Es scheint auch eher nur für mich ein Problem zu sein; in der Vorgängerversion dieses Blogs habe ich die Problematik, Herr der Bilderflut werden zu wollen,  schon mal angeschnitten. Der häufigste Tipp war: „Auslagern auf eine externe Festplatte.“ Mit Lightroom ließen sich externe Speichermedien sogar im Katalog verwalten. „Und man wüsste ja schließlich nie, wofür man die Bilder nochmal brauchen kann.“

Da meine Probleme also so noch nicht gelöst sind, habe ich jetzt entschieden, an einer kritischeren Haltung meinen eigenen Fotos gegenüber zu arbeiten.
Und da kam mir die Idee, daraus ein 30-Tage-Projekt zu machen. Daher veröffentliche ich hier meine 

Verpflichtung

  • 30 Tage lang mindestens 28 Bilder jeweils auf der Festplatte und in der ICloud zu löschen
  • zusätzlich müssen für jedes neu gespeicherte Foto 3 Fotos gelöscht werden – wieder an beiden Speicherorten.
  • mehr löschen ist immer erlaubt. 

Wenn dieses Projekt erfolgreich sein wird, dann sollte mir nach den 30 Tagen das großzügige Löschen in Fleisch und Blut übergegangen sein.

Löschkriterien

  • Ich würde mir das Bild ausdrucken
  • Ich könnte so ein Foto jederzeit wieder anfertigen
  • ich würde es auch nicht in ein Fotobuch aufnehmen
  • Für eine Teilnahme an einem Wettbewerb käme es nicht in Frage

Ob ich innerhalb meines Projektes durchgehalten habe lässt sich leicht bei Instagram verfolgen, wenn am 15.10.2018 als Abschlussfoto mein Bullet Journal von diesem Projekt erscheint. Für Zwischenberichte in Form von Screenshots eignet sich Instagram eher weniger. Der Verlauf sieht dadurch sehr hässlich aus. Das will ich Euch und mir einfach nicht antun. Daher lösch ich bis auf das Startbild wieder alle “Verlaufsbilder”.

Ich hätte gerne geschrieben: Und am Ende habe ich noch 204 Bilder auf meiner Platte, aber soweit bin ich noch nicht.

Wenn ein Bild mehr sagt als tausend Worte leben wir in einer sehr geschwätzigen Welt. In der neuen Pinakothek (siehe Bild oben) sind etwa 400 Bilder ausgestellt…

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