Angekommen

… ist es das Ende meiner Reise um und mit meiner eigenen Website?

Tatsächlich ist das ist die Frage, die ich am Wenigsten beantworten kann. Und alles fängt damit an, dass ich 2015 zu dieser Reise in der jetzigen Intensität aufgebrochen bin, ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben.

Zuvor hatte ich über mehrere Jahre sporadisch kleinere Exkursionen in das Land des Webdesigns mit Netobjects Fusion und dem Magix Webdesigner unternommen. Zu Netobjects Fusion kam ich wie die Jungfrau zum Kind, weil ein veränderter Internetvertrag mit meinem Provider 100mb Webspace für eine eigene Website enthielt und dazu eben diese Software mitgeliefert wurde( das war Version 7.5 von 2003 und natürlich hab ich sofort auf eine aktuelle Version 11.0 2008 aktualisiert) und mit der eine einfache Privatwebsite gebastelt.

Den Magix Webdesigner hab ich in der Version 7 bei einem Elektroriesen gekauft das dürfte so um 2010/2011 gewesen sein. Damit hab ich tatsächlich die erste 7-seitige Website für unsere Firma erstellt. Und danach war erstmal Schluß mit diesem Webzeugs.

Mitte 2015 entdeckte ich dann „Schrödinger lernt HTML, CSS und JavaScript“. Damit war ich „ganz unten“ angekommen, am Bodensatz des Webs sozusagen. Ich erfuhr in diesem Buch sicher nicht alles über die Websiteerstellung, aber doch soviel, dass ich gerüstet war, weitere Türen in die Welt des Webdesigns aufzustoßen.

Dabei stellten sich mir viele Grundsatzfragen zur Wahl des geeigneten Editors. Da es sehr viele gibt, kann ich nicht behaupten, dass ich sie alle kenne. Es ging los mit Webocton Srciptly, Notepadplusplus,Brackets, SublimeText, Atom und zuletzt VScode, bei dem ich dann auch blieb. IDEs wie NetBeans, Visual Studio oder Eclipse haben sich für meine Zwecke als völlig überzogen herausgestellt.

In der folgenden Zeit erkannte ich aber auch, dass Webdesign an der Basis viel Tipparbeit bedeutet und teilweise ohne Redundanz in Teilen der HTML-files wie footer header nav und auch Head nicht auskommt.

Und da kam gerade zum richtigen Zeitpunkt das CMS Wordpress bei mir vorbei. Nachdem ich mit der Bedienung des Backends recht bald vertraut war, habe ich meine private und die Firmenwebsite auf dieses System umgestellt. Und es kam aber auch wie es kommen musste: Ich wollte verstehen, wie die Themes, die das look&feel einer Website einer Website bestimmen, funktionieren. Leider wurde dadurch für mich Webentwicklung nicht einfacher, sondern nur an anderer Stelle aufwändiger.

Wordpress hat sich aber leider als Moloch herausgestellt, bei dem durchaus Aufwand beim Stopfen von Sicherheitslücken erforderlich ist. Außerdem stellte ich mir die Frage, ob der Aufwand von ca. 8000 Dateien notwendig ist, um eine Website mit einer Seitenzahl im niedrigen zweistelligen Bereich sichtbar zu machen. Das ich dann wirklich zufälligerweise Bludit, ein Flat-file-CMS, entdeckte, verkleinerte den „Moloch“ weil keine Datenbank mehr zum Einsatz kam und das System an sich etwas schlanker war. Sonst ändert sich recht wenig. Die an den Besucher auszuliefernde Seite wurde immer noch auf dem Webserver zusammengebaut, das machte die Seite nicht maximal schnell, aber für meinen winzigen Webauftritt war das unerheblich. Aber genauso, wie bei der Frage nach dem richtigen Editor - es ging halt auch ums Prinzip.

Manchmal sind Zufälle etwas Sonderbares… tatsächlich entdeckte ich im August 2020 den Static Site generator Hugo,zufällig,der alle „Probleme“ auf einmal lösen sollte. Sichere Website, weil fertiges HTML auf den Webserver hochgeladen wird. Schnelle Website, weil der Webserver die Site nicht mehr aus php-Code erstellen muss. Trotzdem keine bis wenig Redundanz, da die weiter oben beschriebenen Dateiteile entweder als Partials vorliegen oder in einer Datei untergebracht sind, die für die Erstellung nahezu aller HTML-Seiten für die Website verwendet werden. Und Hugo besteht aus einer Datei. Die Grundstruktur für die Websiteerstellung durch Hugo ist überschaubar.

Diese Static-Site-Generatoren wurden einige Zeit ziemlich gelobt, die Vorteile gelten sicher immer noch, aber „easy-to-use“ geht anders. Ich werde mich von der steileren Lernkurve nicht beeindrucken lassen, anfangs sicher mit einem fertigen Theme arbeiten, das ich für meine Zwecke etwas anpasse und langfristig auch die Firmenwebsite auf dieses System umstellen.

Im Moment kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass ich nochmal auf eines der früher verwendeten Systeme zurückgehe.