Website ohne Wordpress

…und ohne “nur-HTML-CSS”. Das geht - bisher sogar recht gut. Mit einem Flatfile-CMS, nennt sich Bludit, ist Opensource und recht leicht in der Anwendung.

Aber der Reihe nach.

Bereits im Herbst 2018 hatte ich erste Zweifel an dem Moloch Wordpress, da mir für meine recht überschaubare Postinghäufigkeit der Softwareaufwand zu hoch schien. Nicht in der Anwendung, sondern nur wegen des Unterbaus. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits mehrere Udemy-Tutorials bearbeitet, um eigene Themes für Wordpress zu erstellen, hatte ein grobes Verständnis dafür entwickelt, wie man solche Themes aufbaut und vielleicht auch verändert. Eine Website, die eine Möglichkeit beschrieb, nur mit HTML5 und CSS3 ein Blog aufzubauen, hat mich in meinen Zweifeln bestätigt.

Also rasch meine Kenntnisse in diesen Bereichen wieder aufgefrischt, und recht bald stand da eine Website unter dem Motto „meine kleine Baustelle“. Nicht die letzte Design-Meisterleistung, aber selbstgemacht. Als die Blogartikel dann mehr wurden, nervte mich recht schnell die immer wiederkehrende Verwendung von immer gleichen „Code“ im head, header und footer jeder einzelnen html-Datei meiner Website.

Und da führte mich einer meiner Surfstreifzüge zu CMSStash, genauer zu einem Vergleich sogenannter Flatfile-CMS‘s . Hier stieß ich dann auf Bludit. Nach einigen Anläufen mit einigen anderen Systemen aus dieser Sparte schien - und scheint es für meine Zwecke ideal zu sein.

Meine bereits bestehende HTML- Version konnte ich nach einigem Probieren, Lesen und Testen online bringen. Und um dem Website-Titel gerecht zu werden, Muss ich auch nie fertig werden und kann jederzeit auch wieder weitgreifende Veränderungen vornehmen.

Wenn ich einmal von Programmierarbeiten absehe, kann ich die Website über das Bluditeigene Dashboard administrieren:

  • Artikel schreiben
  • Themes wechseln
  • Bilder hochladen
  • Plugins aktivieren oder deaktivieren
  • sofern eine Internetverbindung da ist, geht das auch auf dem Tablet

Mit Wordpress ist das natürlich auch möglich, insofern hab ich mich da nur verändert aber nicht verbessert. Aber alles ist halt bei Bludit auch überschaubarer als bei Wordpress. Das fängt schon beim Download der Installationsdateien an: Bludit zipfile: 1,79 mb - entpackt: 4,89mb Wordpress zipfile: 13,3mb - entpackt: 45,5mb

Die Zahl der Plugins und Themes ist im Vergleich zu Wordpress verschwindend gering, aber Überfluss hat noch meist schädliche Auswirkungen gehabt.

Webfundstellen, die Hilfe versprechen, gibt es jetzt auch nicht so viele, aber damit hab ich es immerhin bis hierher geschafft. Daher würde ich sie als hilfreich einordnen. Sollte ich noch mehr zum Thema finden werde ich die Links hier sicher einfügen, bin aber auch für Tipps dankbar.

Einige Dinge, wie z.B. eine previous und next Schaltfläche und ein responsives Menü werd ich noch einfügen, mit einer Lightbox pröble ich gerade rum….


01.08.2020

Schon wieder Geschichte

Alles, was ich oben über Bludit geschrieben habe, seh ich immer noch als richtig an. Aber im August 2020 kam der static Site Generator “Hugo” vorbei. Damit hat sich nochmal einiges geändert:

  • die an den Leser vom Webserver auszuliefernde Seite wird nicht mehr ebenda aus dem hinterlegten php-Code generiert. Stattdessen findet dieser Erstellungsprozess komplett offline auf meinem eigenen Rechner statt. Auf den Webserver wird dann eine fertige html-Seite hochgeladen.

  • Diese Website ist superschnell, weil der Webserver praktisch keine Arbeit mehr hat.

  • Und sie ist auch super sicher, weil kein manipulierbarer Code mehr hochgeladen wird.

  • Ich persönlich empfinde den Kontakt zu meiner Website sehr viel direkter. Auch wenn ich nicht komplett unter die Haube des Systems schaue, gibt es mir ein Gefühl von mehr Kontrolle.

  • Ich muß mir keine Gedanken mehr über Sicherheitsupdates machen und kann sogar ein günstigeres Hostingpaket wählen, weil es kein php, wordpress oder sonstige serverseitige Lösungen braucht.